#frühlingswaffeltuch Knitalong – die 2. Woche

Also, ganz ehrlich, Tücher stricken kann im Prinzip jeder und immer und ganz allein, das ist schon klar. Aber die vergangenen zwei Wochen haben mir gezeigt, was genau den Unterschied macht zwischen Tücher Stricken und Tücher stricken im Knitalong. Das ist nämlich das Miteinander, das tatsächlich auch virtuell funktioniert!!

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Oder wie sonst wären wir alle an den super Tipp von Christa gekommen, den sie in der letzten Woche im Kommentar gepostet hat, und der wirklich für uns alle eine sehr gute Hilfe ist. Christa hat geschrieben: „Ich muss gestehen, dass ich das 6. Knäuel, sehr zum Amüsement meines Mannes, mit der Küchenwaage neben mir, verstrickt habe. Ich habe nach jeder Reihe den Rest gewogen und dann festgelegt, wann ich mit der Abnahme beginnen konnte. Ich wollte weder einen großen Rest haben noch wieder zurück stricken, wenn das Garn nicht gereicht hätte. Ihr benötigt 2 – 3 Gramm Garn für die Abnahme. Es braucht ja nicht jede den Schweiß auf der Stirn haben ob es reicht oder nicht.“ Mein Mann hätte sich da definitiv auch sehr köstlich amüsiert, Christa! Und viele andere auch noch und deshalb bist Du unsere Jeanne D’Arc, die mit erhobenem Schwert für den i-Cord-Rand im Knitalong für uns gekämpft hat. Vielen Dank, dass Du uns davon erzählt hast!

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Genauso gut wie die vielen Tipps mag ich das Frust ablassen. Also, natürlich nicht wirklich, denn es wäre schöner, wenn Euch das Muster ganz flott von der Hand geht. Es ist ja eigentlich doch so einfach und es kehrt ja auch immer wieder, oder?! Aber irgendwie schleicht sich mal hier, mal da ein Fehler ein, wird eine Masche vergessen, nicht zugenommen, fallen gelassen. Immer, wenn man denkt, man hat den Bogen raus, streckt einem das Muster mal gewaltig die Zunge raus. Und zu lesen, dass es nicht nur mir auch im vierten Knäuel noch so geht, ist dann doch auch wieder Balsam für die Seele.

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Und deshalb soll der Post dieser Woche auch klein bisschen ein Motivationspost sein. „Get out of your comfort zone“ – verlass Deine Komfortzone, versuche etwas Neues. Zusammen machen wir uns an die Sternchen ran und fluchen und sind teilweise etwas genervt. Fügen andere Muster ein, hadern mit uns kämpfen, ribbeln auf und schmeißen in die Ecke. ABER: Das fertige Tuch ist toll! Das fertige Tuch zu tragen ist unser Ziel und unser Erfolg. Der Weg dahin mag vielleicht nicht der leichteste sein, aber er übt akkurat zu stricken, uns zu konzentrieren, dranzubleiben und manchmal auch geduldig zu sein.

Und das finde ich dann doch super. Ich fühle mich durch unseren Knitalong motiviert, ich sehe die fertigen Tücher (denn es gibt tatsächlich jetzt schon DREI!, da freue ich mich schon sehr auf die Fotos) und bleibe dran. Das wäre doch gelacht…..

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Ich bin übrigens pünktlich zum Ende der zweiten Woche mit dem vierten Knäuel fertig und habe nun noch zwei Wochen für die restlichen zwei Knäuel. Das soll doch wohl zu schaffen sein. So langsam wird es eng auf den Nadeln, ich bin gespannt, ob sie reichen. Etwas Ehrgeiz hat mich ja gepackt und ich möchte noch ein weiteres Knäuel dranstricken. Mal sehen, was die Zeit so sagt….

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Und neben Euren Fortschritten interessiert mich in dieser Woche noch dies:

Was macht Ihr beim Stricken am liebsten? Hören, gucken, Ruhe genießen?

Und natürlich: Wie weit seid Ihr nach 2 Wochen? Strickt Ihr alle noch am Original-Muster oder habt Ihr schon ein wenig Entspanntes eingestrickt?

Strickt Ihr eigentlich auch im Urlaub? Gerade im Urlaub, weil Ihr da so viel Zeit habt? Oder strickt Ihr viel für andere und macht deshalb im Urlaub auch Strickpause?

Liebe Grüße von
Sandra

27 Kommentare

  1. Hallo Sandra, erst einmal vielen Dank an Christa, auf die Idee wäre ich im Leben nicht gekommen, das alles abzuwiegen. Aber so hat man wirklich keine Restewolle. Seid gestern Abend bin ich jetzt bei Knäuel 6 angekommen und muss mich doch sehr aufs stricken konzentrieren sonst gehts ansehen zurückstricken. Am besten klappt das beim Hörbuch hören und auch beim Fernsehen. Und ja ich stricke auch im Urlaub da meist Socken mit anspruchslosen Mustern.. So jetzt muss ich mit dem arbeiten anfangen und wünsche dir noch einen schönen Tag. Liebe Grüße Marie

  2. Hallo Sandra,
    bin mittlerweile auch bei Knäuel Nr. 6 angekommen und habe noch zwei, die ich mir ja gleich auf Verdacht mitbestellt hatte. Spiele mit dem Gedanken, das Tuch mit Quasten zu verzieren…
    Bis Knäuel drei lief alles super, mit Knäuel vier hatte ich so meine liebe Not, habe das Tuch auch schon mal zwei Tage nicht angefasst… Dafür lief Knäuel fünf dann am Wochenende wie am Schnürchen.
    Im Urlaub stricke ich in Zukunft gar nicht mehr… Wir sind Kreuzfahrtjunkies und ich hatte mir für die letzten Atlantiküberquerungen(das dauert ja sechs Tage auf der Südroute) immer ein Projekt mitgenommen und was hab ich am Ende geschafft?! So gut wie nix. Im Urlaub bleibt das Strickzeug also demnächst zuhause.
    Einen schönen Tag noch, herzliche Grüße an alle Mitstrickerinnen,
    Bettina

    • Quasten sind ja auch sehr cool. So werden die Tücher doch am Ende alle sehr individuell! Also, das stricken auf dem Meer stelle ich mir ja auch besonders toll vor, spannend, dass Du es gar nicht machen möchtest. Aber da hast Du ja auch schon Erfahrung. Sicherlich gibt es auch sonst noch viele spannende Dinge zu tun oder bestaunen.

      • Bettina Hausen

        Der 1. Versuch an Bord zu stricken war inspiriert durch Deinen XXL-Schal. Nur das ist die völlig falsche Wolle, um in der Karibik(dort ging die Reise los) ein Projekt anzufangen. Also hab ich lieber nur so aufs Meer geschaut. Der 2. Versuch war ein Loop aus Bändchengarn. Material ideal, aber Ablenkungen zu groß. Auf unserer nächsten Tour im Mittelmeer gibt es eh nur einen Seetag, da lohnt es sich kaum etwas mitzunehmen.

  3. Hallo Sandra,
    oh ja das Ribbeln ist mir so vertraut ! Das Frühlingswaffeltuch habe ich zwar gerade nicht auf den Nadeln, aber dafür hat mir erst das Muster meines “ Lille- Pullovers“ nicht gefallen, dann war die Cardigan zu groß geworden ….! Gefühlte 5 Mal wurden die ersten 10 cm gestrickt. Furchtbar , aber jetzt wird es. Dank Deiner Ideen , bin ich dabei zum Hörbuch-Junkie geworden und meine Männer sind schon ganz genervt, weil ich immer halb taub bin . @ Bettina: Auch wir sind dieses Jahr mit dem Schiff unterwegs ( das 1. Mal ) und ich stelle es mir traumhaft schön vor an einem Seetag auf der Liege zu sitzen, Blick aufs Meer und Stricken. Entspannung pur, oder ? Wenn’s nur schon soweit wäre! Eine schöne Woche und LG aus Berlin

    • Ja, oder, Martina?! Stricken auf dem Schiff würde ich auch gerne mal tun. Wo fahrt Ihr denn so rum mit dem Schiff? Das Ribbeln scheint irgendwie dazuzugehören und ich finde super, dass wir uns davon nicht abhalten lassen – zumindest nie sehr lange ;)

    • Bettina Hausen

      Ja, so ein Seetag ist Entspannung pur, es sei denn, man lässt sich von dem was an Bord alles geboten wird ablenken. Sechs Seetage am Stück sind die pure Entschleunigung, man wird von Tag zu Tag immer träger. Nachrichten werden immer unwichtiger, keine sozialen Medien… Das tut mal richtig gut!

      Gute Reise und viel Spaß an Bord!

  4. Danke, danke, ich steige mal wieder von dem Sockel. Vielleicht ist es meine 60 jährige Strickerfahrung, die mich auf so eine Idee kommen ließ. Ich genieße die Ruhe beim Stricken und lasse die Gedanken wandern. Das hat sich bei diesem Muster allerdings als fatal erwiesen, Konzentration war angesagt.

      • Haha, das machen meine alten Knochen erst recht nicht mit. Stricken auf See fände ich auch schön. Früher habe ich auch immer im Flieger gestrickt, was ja jetzt wirklich ein „no go“ ist. Habe mal von Frankfurt nach New Orleans einen Socken Gr. 46 ferig gestrickt. Als ich ankam, hatte sich meine Tochter inzwischen von den großen Füßen getrennt….

        • Christa, jetzt habe ich aber schon richtig gelacht. Zuerst habe ich gedacht, die arme Tochter hat Schuhgröße 46, dann habe ich überlegt, wie man denn seine Schuhgröße reduzieren kann und erst dann (!) habe ich verstanden….. Sehr, sehr lustig!

  5. Liebe Sandra! Für die Fahrt in den Urlaub als Beifahrer und Fußballabende am TV habe ich die ‚Sommerliebe‘ mitgenommen.
    Obwohl ich nach meiner AugenOp noch nicht gut lesen kann funktioniert DAS wunderbar !! Habe mich total in diese fabelhafte Wolle verliebt! Liebe Grüße aus Südfrankreich…..

    • Also stricken ist ja zum Lesen auch eine tolle Alternative. Schön, dass es nach der OP jetzt schon wieder mit dem Stricken klappt! Dir eine schöne Zeit in Südfrankreich! Salut!

  6. Liebe Sandra,
    bei mir geht inzwischen das vierte Knäuel dem Ende entgegen, und wenn das kein KAL wäre, hätte ich schon aufgegeben. Ich bin eine routinierte Strickerin und habe schon komplizierte Lace-Muster bewältigt, aber dieses Tuch hat mich wirklich viele Nerven gekostet.
    Bei meinem letzten Frust-Posting auf Instagram habe ich dann den Tipp bekommen, die Rückreihen mit mehr Konzentration zu stricken, und seitdem klappt es deutlich besser. Ich dachte wohl irgendwie, dass sich so eine Reihe nur linke Maschen ganz lässig strickt, und dabei sind mir die Fehler unterlaufen.
    Das Tuch wird wunderschön und ich bin mir nicht sicher, ob ich es auch größer haben möchte.
    Ich habe eigentlich nur abends beim Fernsehen Zeit zum Stricken … oder vielleicht mal am Wochenende mit einem Hörbuch.
    Ich hatte mir eigentlich überlegt, mir für unseren Urlaub in Südtirol das Material für deinen Himmelsstrahl zu bestellen. Ich glaube irgendwie noch fest daran, dass ich auch im Urlaub zum Stricken kommen werde.
    Vielen Dank für den tollen KAL. Wenn es mal wieder einen gibt, bin ich bestimmt auch wieder dabei.
    Liebe Grüße
    ~Sabine~

    • Liebe Sabine! Schön, dass es Dir in unserer Strickrunde so gut gefällt! Das Tuch ist wirklich so schön, da lohnt sich das Dranbleiben unbedingt. Hast Du in den Rückreihen denn eher Maschen zusammengestrickt, oder so wie ich, vergessen zuzunehmen? Der Himmelsstrahl in Südtirol – was für eine schöne Idee! LG Sandra

  7. Hallo Sandra,
    ich habe nun wieder alles aufgeholt und werde wahrscheinlich morgen Knäuel vier beenden. Eindeutig war da der Wurm drin, aber nun scheint es wieder zu klappen. Aber mehr als sechs Reihen schaffe ich am Abend im Moment nicht. Am Wochenende dann wieder mehr.
    Trotz der zeitweiligen Schwierigkeiten macht mir das Tuch doch Spass. Die Wolle ist einfach fantastisch und das Muster sieht doch auch toll aus.
    Im Urlaub stricke ich eigentlich auch immer. Wir fahren jedes Jahr zu meinen Eltern nach Frankreich in die Berge. Bis vor Kurzem habe ich dann eigentlich immer Socken gestrickt. Da ich aber mittlerweile Bücher, Musik, Bilder und Filme auf dem winzigen Tablett habe, meine Tochter ihren Koffer selber packt und schleppt und ich außerdem nur noch wenig zum anziehen mitnehmen muss, hatte ich in diesem Jahr in meinem winzigen Koffer Platz für sechshundert Gramm Wolle für zwei Drachenfels. So haben meine Mutter und ich je ein Tuch gestrickt. Das hat uns viel Spass gemacht. Ich bin mit dem halben Tuch nach Hause gefahren und habe es zu Gunsten des Frühlingswaffeltuches beiseite gelegt. Sie hat ihres letzte Woche beendet und freut sich sehr über so ein schönes und warmes Tuch. Ja, auch jetzt im Sommer.
    Gruss aus Berlin

    • Liebe Susanne! Das Drachenfels-Tuch ist auch wirklich ein tolles Ganzjahrestuch und macht immer wieder Spaß zu stricken, finde ich. Und genau wie Du finde ich auch, dass das fertige Tuch die Mustermühen allemal wert ist. Fertig ist es nämlich super, oder?! LG Sandra
      PS: ist es nicht herrlich, wenn die Kinder größer und selbständiger werden? :)

  8. ramona lieschke

    Hallo….ich habe den 4. Knäuel, denk ich, morgen geschafft. Ich stricke jetzt jeden abend während der fußballspiele. Da schaff ich einiges. Hab ja auch erst letzten freitag begonnen. Aber das Muster lässt sich wirklich toll stricken.

    Schöne grüße
    Ramona

  9. Hallo Sandra,

    Das Garn ist wirklich traumhaft weich. Ich habe erst vorgestern mit meinem Tuch in rosa angefangen. Nachdem ich 3 mal nach Ca. 20 Reihen wieder geribbelt habe, strickt es sich jetzt recht locker weg. Heute Nachmitteg beginne ich mit dem 2. Knäul.

    LG Moni

  10. Liebe Sandra,
    jetzt habe ich den Kensington Schal fertig und fast das Ordon Tuch…..beide wunderschön. Nun bin ich mit dem Frühlingswaffeltuch nicht mehr zufrieden. Ich glaube mir fehlt noch ein Rand. Ich habe im Internet nach dem I-cord Rand geschaut und keine passende Anleitung gefunden. Könntest du mir sagen, wie du den Rand von deinem Frühlingswaffeltuch gestrickt hast.
    Jetzt freue ich mich auf deine neuen Projekte, mir gefällt der neue rosa Pulli so gut. Toll, dass du immer neue Ideen hast.
    LG Chris

    • Liebe Chris! Ich habe erst noch eine Reihe im Tuch-Muster gestrickt (mit der Randfarbe) und dann den I-Cord-Rand über drei Maschen gestrickt. Dafür musst Du zu Beginn der Reihe zunächst 3 Maschen aufstricken (also drei neue Maschen anschlagen) und dann strickst Du immer in folgender Reihenfolge: M1 und M2 rechts stricken M3 und M4 rechts verschränkt zusammenstricken. Dann die 3 Maschen zurück auf die linke Nadel nehmen und wieder von vorne beginnen mit M1 und M2 rechts stricken……

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