Mein Besuch bei addi

Wisst Ihr eigentlich, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind, bis eine Addi-Nadel fertig ist? Also, ich wusste es nicht und habe ganz schön gestaunt, als ich Anfang des Monats bei Addi in Altena war.

Das war ein richtig spannender Termin, denn Herr Selter hat mich durch die komplette Produktion der verschiedenen Nadeln geführt, hat mir alles ganz genau erklärt und viele Hintergrundinfos gegeben. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass es Addi schon seit 1829 gibt? 1829 fing nämlich der Urgroßvater von Herrn Selter an, im Keller Häkelnadeln herzustellen, die seine Urgroßmutter dann nach Iserlohn gebracht hat, von wo sie verkauft und verschickt wurden. Die Idee wurde zum erfolgreichen Unternehmen. Schnell wurde der Keller zu klein und das Angebot größer.

Bei Addi sein, heißt ein bisschen im Paradies zu sein…..

Und woher kommt eigentlich der Name Addi? Solange wie die Firma Selter, also seit 1829, gibt es den nämlich noch nicht. Den hat sich erst Herrn Selters Mutter überlegt, denn sie wollte einen Markennamen für die Produkte einführen. Da hat sie kurzerhand den Spitznamen ihres Mannes Gustav Adolf genommen.

Auch spannend finde ich, dass die Rundstricknadeln zu Beginn erstmal ein Randprodukt waren. Das kann man sich ja jetzt kaum noch vorstellen. Das Thema Innovation wurde bei Addi eben schon immer ganz groß geschrieben! Ich bin wirklich gespannt, was da noch alles kommt.

Ich könnte jetzt noch ewig so weitererzählen, aber zwei Dinge sind mir an dem Tag besonders im Gedächtnis geblieben, die müsst Ihr unbedingt noch erfahren.

Zum Einen, dass sagenhafte 25 verschiedene Arbeitsschritte notwendig sind bis eine Nadel genau so ist, wie wir sie uns wünschen. 25 mal wird mit Hilfe von ganz speziellen Maschinen Hand an die jeweiligen Stadien gelegt und dabei ist „Hand anlegen“ sogar sehr wörtlich zu nehmen, denn an vielen Stationen ist die Arbeit so filigran und so besonders, dass das Arbeiten nur mit der Hand möglich ist!

Filigranes Werkzeug im Einsatz

Ich erzähle Euch mal, wie z. B. eine Rundstricknadel in Stärke 3,5 entsteht. Am Anfang stehen  zwei Präzisions-Messingrohre mit einer Wandstärke von 0,25mm und ein Perlonseil.

1.Die Rohre werden angespitzt
2.Die Rohrenden werden reduziert
3. Jetzt werden zuerst die Spitzen poliert
4. Und dann die restliche Oberfläche des Rohres
5. Nun werden diese Rohlinge für die galvanische Behandlung vorbereitet, die schon allein 6 Arbeitsschritte beinhaltet
11.Die Nadeln werden mit Weißbronze veredelt
12. Und wieder in der Galvanik nachbehandelt (nochmal 4 Arbeitsschritte)
16. Jetzt werden die Addi-Seile geschnitten
17. Und diese dann am Rohr befestigt
18. Die Übergänge vom Seil auf das Rohrende werden hergestellt
19.Die Nadeln werden einzeln verpackt (bis alles so ist, wie ihr es dann kauft, sind es nochmal 5 Arbeitsschritte)
24. Zum Schluß werden die Nadeln für den Versand nochmal umkartoniert (2 Arbeitsschritte)
25. Jetzt ist die Nadel fertig und für den Versand bereit.

Wenn sich das jetzt vielleicht nicht so spektakulär anhört, dann kann ich Euch sagen: das IST spektakulär. Denn es ist alles so feingliedrig und detailliert und immer wird zwischendurch getestet, ob die Qualität zu 100% gegeben ist, das hat mich total fasziniert!

Zum Anderen ist mir besonders aufgefallen, dass die komplette „Addi-Mannschaft“ ein tolles Team ist und sehr viel Spaß an ihren Produkten hat. Und deshalb freue ich mich jetzt so richtig auf die Messe und meinen Einsatz mit dem Team auf dem Addi-Stand. Ich werde ja dort die Socken-Wunder-Nadeln vorstellen und den Standbesuchern zeigen, wie einfach und herrlich das Stricken damit ist.

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, die Messe zu besuchen, freue ich mich sehr auf Euch auf dem Addi-Stand in Halle 2.1, Stand B011-C010. Kommt und testet die Nadeln und gebt Euch auf jeden Fall zu erkennen :).

Liebe Grüße von
Sandra

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