#mitmachkindertuch – der Knitalong nach Woche 5

Oh mein Gott, schon 5 Wochen seit Start des Knitalongs für das Mitmachkindertuch! Wie ist es Euch ergangen? Ich bin im Urlaub ein ganzes Stück weitergekommen mit meinem Tuch und muss jetzt „nur noch“ den Rand stricken. Leider hatte ich im Urlaub nicht genug Garn mit, so dass ich die Zeit leider nicht für das Tuch nutzen konnte.

Aber ich habe ja auch schon eins und das habe ich schon richtig oft getragen. Herrlich! Man kann es sich mal eben schnell umwerfen, ich habe es aber auch schon häufig ganz eng um den Hals gewickelt. Dann wirkt es ganz anders – Ihr habt es vielleicht schon in der Instastory gesehen.

Carolin strickt mit drei verschiedenen Streifenfarben

Wie weit seid Ihr denn eigentlich? Einige haben ja gerade erst angefangen, viele von Euch sind schon fertig. Ich bin begeistert! Vor allem aber auch sehr glücklich, dass Euch das Garn so gut gefällt und Ihr Spaß am Stricken habt. Bei Instagram gibt es schon 174 Beiträge zum Knitalong und zum Tuch. HIER könnt Ihr mal in der Galerie stöbern.

Wisst Ihr, worüber ich mich besonders freue? Es gibt schon einige Wiederholungstäter! Ein schönes Kompliment und eine tolle Unterstützung für das Projekt. Vielen Dank!

Habt Ihr noch Fragen zur Anleitung oder zur Vorgehensweise? Wichtig ist heute vielleicht, dass Ihr beim Rand KEINE Zugaben mehr macht. Weder in den beiden Mitten noch am Rand. Das Tuch wird dann nur im Bündchenmuster gestrickt.

Sabine strickt mit Natur und Rosé, das hatten wir bisher noch nie im Foto

Am Ende solltet Ihr die Maschen ganz locker abketten. Denn es ist für den schönen Fall besonders wichtig, dass Ihr das Tuch blockt und die Abkettreihe dann tatsächlich so weit auseinanderspannt, dass das Bündchen keine Beulen wirft. Ist es dann fertig, fällt es sehr schön und passt sich dem Rücken/ Körper toll an.

Also, ich bin ja am Ende eines Projekts immer leicht ungeduldig, da helfen mir die vielen Maschen in einer Reihe tatsächlich nicht so richtig, mich etwas zu entspannen. Aber ich mag das fertige Tuch einfach zu sehr, um genervt zu sein und stricke tapfer weiter. Wie ist es bei Euch? Seid Ihr auch eher kribbelig zum Ende hin oder mögt Ihr alle Stadien eines Projekts gleich gerne?

Beim Verein Mitmachkinder gibt es ja zwei große Säulen: das Förderprogramm habe ich Euch im letzten Post schon vorgestellt. Es gibt aber auch noch das Patenprogramm. Und die Arbeit dieser Paten bewundere ich ganz besonders. Denn sie müssen den Spagat schaffen zwischen Nähe und Wärme zum Kind und professioneller Distanz zur Familiensituation. Und dass obwohl die Paten ja alle ehrenamtliche Helfer sind. Sie kümmern sich regelmäßig – einen Nachmittag in der Woche – um „ihr“ Patenkind und ermöglichen ihm, ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie spielen zusammen, oder basteln, sie machen kleine Ausflüge in die Umgebung oder machen einfach Spaziergänge. Wichtig dabei ist, dass die Kinder „raus kommen“ aus ihrer Situation, dass ihnen jemand zuhört, sich kümmert oder ihnen ein bisschen die Welt erklärt. Sie können ihre Stadt entdecken, denn viele Kinder kennen nicht mehr als ihre Wohnung und den Weg zur Kita oder Grundschule.

Die Kinder profitieren ganz unglaublich von dieser Zuwendung. Genauso wie die Paten selbst natürlich aber für sie ist es oftmals schwierig. Sie müssen akzeptieren, dass sie mit „ihrem“ Kind verbunden sind und ihm emotional Gutes tun, nicht aber die Familienverhältnisse ändern können. Sie sind nicht dazu da, die Mutter zu belehren, sich in die Familie einzumischen oder die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Sie müssen ihre Verantwortung quasi an der Wohnungstür mit dem Kind wieder abgeben. Das stelle ich mir extrem schwierig vor. Als Frau Woldt mit davon erzählt hat, habe ich es zunächst nicht so ganz verstanden, aber es macht Sinn. Es geht bei dem Patenprogramm um die Kinder. NUR um die Kinder.

Es gibt viele soziale Einrichtungen, die sich um die Familien kümmern. Dort sind sie bekannt und werden betreut – auf verschiedenste Art und Weise. Die Paten sind ganz exklusiv für ein Kind zuständig und auch das ist für das Kind schon eine sehr privilegierte Situation. Ein Schatz den sie sehr zu schätzen wissen.

Ich stelle mir das sehr schwierig vor! Für die Paten gibt es daher auch regelmäßige Treffen und Fortbildungen. Sicherlich belasten viele Situationen die Paten sehr. Toll, dass sie trotzdem mit Leib und Seele dabei sind!

Am Wochenende endet der Knitalong zum Mitmachkindertuch schon und ich habe eine Bitte an Euch. Mögt Ihr mir ein Tragefoto von Euch mit Tuch schicken? Dann bekommen wir eine große Galerie hin. Ich würde mich echt freuen!

Liebe Grüße von
Sandra

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